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PROKON wird eine Genossenschaft

Der sanierte Anbieter Prokon teilt mit, dass er eine Genossenschaft wird:

Die Gläubiger haben sich auf der gestrigen Gläubigerversammlung in Hamburg mit überwältigender Mehrheit für die Umwandlung von PROKON in eine Genossenschaft entschieden. Das Ergebnis muss noch vom Insolvenzgericht offiziell bestätigt werden. Danach wird PROKON voraus- sichtlich zum 31.07.2015 oder 31.08.2015 aus der Insolvenz entlassen und die Umwandlung in eine Genossenschaft vollzogen.

Wir alle atmen nach den vergangenen, aufreibenden 18 Monaten noch einmal kurz durch. Anschließend werden wir uns mit aller Kraft dafür einsetzen, dass eine der größten Energiegenossenschaften Deutschlands zum vollen Erfolg für ihre Mitglieder, Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter wird.

Prokon Insolvenz – Anleger sind jetzt Gläubiger

Folgende Pressemitteilung finden wir zur Prokon Insolvenz sehr interessant.

Das 1. Quartal 2014 brachte für PROKON-Anleger eine stürmische Entwicklung mit sich. Nach zahlreichen Kündigungen von Genussrechten meldete die PROKON Regenerative Energie GmbH Insolvenz an. Mehrere Wochen war wegen Rechtsfragen offen, ob an die Insolvenzanmeldung ein reguläres Insolvenzverfahren anknüpfen wird. Mithilfe von Gutachten wurde diese Frage geklärt und am 1. Mai 2014 eröffnete das zuständige Insolvenzgericht das Insolvenzverfahren über das Vermögen der PROKON Regenerative Energie GmbH.

Auf Anleger, die PROKON-Genussrechte in ihrem Depot haben, kommt jetzt die Teilnahme am Insolvenzverfahren zu. Denn sie sind Gläubiger. Dies dürfte für zahlreiche Anleger eine neue Erfahrung sein. Für sie stellt sich die Frage, was sie als Gläubiger beachten müssen. Zunächst ist wichtig, dass es im PROKON-Insolvenzverfahren verschiedene wichtige Termine zu beachten gilt. So findet 22. Juli 2014 eine Gläubigerversammlung statt. Dort geht es unter anderem auch darum, den Rahmen für das weitere Verfahren abzustecken. Die PROKON-Interessengemeinschaft der Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft wird bei diesem Termin vertreten sein, um die Rechte der Genussrechte-Inhaber einbringen zu können.

Bis zum 15. September 2014 sollten sich die Anleger um ihre Forderungsanmeldungen gekümmert haben. Die Gläubiger eines Unternehmens – hierzu gehören auch die Genussrechte-Inhaber – müssen ihre Forderungen anmelden, damit sie im Insolvenzverfahren berücksichtigt werden.

Forderungsanmeldung betrifft sämtliche Forderungen – auch solche, die eigentlich noch nicht fällig gewesen wären

In einem Insolvenzverfahren müssen Gläubiger sämtliche noch offenen Forderungen angemeldet werden. § 41 der Insolvenzordnung bestimmt, dass in einem Insolvenzverfahren sämtliche Forderungen eines Unternehmens fällig werden – auch Forderungen, die erst später fällig wären, werden fällig. Daher müssen auch die eigentlich noch nicht fälligen Ansprüche im Insolvenzverfahren angemeldet werden. Im Fall der PROKON-Genussrechte betrifft dies zum Beispiel Genussrechte, die erst in den kommenden Jahren zur Rückzahlung anstehen würden oder nicht gekündigt wurden. Die Forderungsanmeldung sollte jedoch nicht nur fristgerecht, sondern auch fachgerecht geschehen. Dass der Themenkomplex „Genussrechte und Insolvenzverfahren“ zu verschiedenen rechtlichen Fragestellungen führt, hat sich bereits im vorläufigen Insolvenzverfahren angedeutet.

Anleger, die Unterstützung bei den nun kommenden, verschiedenen „Stationen“ des Insolvenzverfahrens wünschen, können sich an einen Fachanwalt wenden, der spezielles Wissen im Insolvenzrecht vorweisen kann. Insolvenzverwalter und Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht Ralph Sauer prüft die insolvenzrechtlichen Fragestellungen und meldet mit seinem Team von Insolvenzsachbearbeitern die Forderungen an. Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Dr. Ralf Stoll mit seinem Team betreut die kapitalmarktrechtlichen Fragestellungen rund um die PROKON-Genussrechte.

Anleger, die in ihrem Depot PROKON-Genussrechte haben und sich im anstehenden Insolvenzverfahren vertreten lassen möchten, können sich der PROKON Schutzgemeinschaft der Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH anschließen.

Weitere Informationen befinden sich auf der Homepage der Schutzgemeinschaft www.prokon-schutzgemeinschaft.de .

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht
Einsteinallee 3
77933 Lahr
Telefon: 07821 / 92 37 68 – 0
Fax: 07821 / 92 37 68 – 889

www.dr-stoll-kollegen.de

Die Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH besteht aus fünf Rechtsanwälten, zwei Steuerberatern und einem Wirtschaftsprüfer. Einer unserer Rechtsanwälte ist außerdem als Insolvenzverwalter und Treuhänder tätig. Die teilweise jahrzehntelange Erfahrung unserer Berufsträger in der Beratung von mittelständischen Betrieben und Weltkonzernen kombiniert mit dem vom Baden-Württembergischen Justizminister ausgezeichneten juristischen Fachwissen unseres Namensgebers, macht es uns möglich, Sie individuell und qualitativ auf höchstem Niveau zu beraten. Wir legen dabei Wert auf ein partnerschaftliches Miteinander, welches Ihre Interessen in den Vordergrund stellt. Unser oberstes Ziel ist die effektive Durchsetzung Ihrer Rechte durch Einhaltung von höchsten Qualitätsstandards in der juristischen Arbeit.
Im süddeutschen Raum in der Ortenau, zwischen Karlsruhe, Offenburg und Freiburg gelegen, vertreten unsere Rechtsanwälte Ihre Interessen bundesweit vor allen Amtsgerichten, Landgerichten und Oberlandesgerichten.

Pressemitteilung der ENSTROGA zur Prokon Insolvenz

Die ENSTROGA AG hat sich heute mit einer Pressemitteilung zur Eröffnung des Prokon Insolvenzverfahrens geäußert.

Prokon Insolvenz – das müssen Verbraucher jetzt wissen

Berlin, 2.5.2014 – Rund 60.000 Verbraucher sind von der Insolvenz des Stromanbieters Prokon betroffen. Das Amtsgericht Itzehoe hat nun das Verfahren eröffnet, da die Prokon Regenerative Energien GmbH zahlungsunfähig und überschuldet sei. Martin Münzel, Stromexperte vom Berliner Stromanbieter ENSTROGA, erklärt, was für Prokon Kunden nun wichtig ist.

Alle, die wegen der Eröffnung des Prokon Insolvenzverfahrens Angst um Ihre Strombelieferung haben, kann Münzel beruhigen: „Prokon wird vorerst weiter Strom in die Haushalte liefern. Das hat der nun zum Verwalter berufene Hamburger Rechtsanwalt Dietmar Penzl versichert.“ Und solange wie Prokon liefern kann, gibt es auch kein Sonderkündigungsrecht, stellt Münzel klar: „Das gibt es erst, wenn Prokon nicht mehr liefern kann. Die fristgemäße Kündigung bleibt einem natürlich offen, wenn man sich bei Prokon nicht mehr wohl fühlt.“

Hektisch werden müsse man also nicht, insbesondere auch da Prokon anders als viele Wettbewerber nur die Abschlagszahlung für den laufenden Monat verlange und keine Vorauszahlungen. Höher als ein Monatsabschlag kann der Verlust durch die Insolvenz also nicht sein.“ Weiter erklärt der Stromexperte, dass selbst dann, wenn Prokon selbst nicht mehr liefern könne, der örtliche Grundversorger als Versorger einspringe. „Der Strom kommt weiter aus der Steckdose.“

Es könne aber nicht schaden, wenn man sich schon frühzeitig nach einem seriösen und günstigen Stromanbieter umsehe. Eine gute Anlaufstelle seien dabei die gängigen Vergleichssportale. Besonders rät Münzel zu Angeboten ohne Vorauszahlungs- und Bonustarif. „Wenn Sie dann noch auf eine möglichst lange Preisgarantie und kurze Kündigungsfristen achten, haben Sie eigentlich schon alles richtig gemacht.“ Diesen Anforderungen entspricht z.B. der ENSTROGA komplettstrom.de Tarif, der von der Stiftung Warentest explizit empfohlen wird.

Der Fall Prokon zeige wieder einmal, dass der Verbraucher bei der Auswahl eines günstigen Stromanbieters genau hinsehen sollte, meint Münzel abschließend.