Schlagworte: polarstern energie

Stromanbieterwechsel – eine Mischung aus Fakten und Bauchgefühl

Pressemitteilung der Polarstern Energie, die interessante Informationen rund um das Thema Stromanbieterwechsel liefert.

Steigende Bedeutung von Ökostrom und vertrauensvollen Informationen

München, 22.09.2016 – Eine derjenigen Entscheidungen, die Verbraucher selten treffen, ist der Wechsel ihres Energieversorgers. Obwohl sie seit rund 18 Jahren ihren Energieversorger frei wählen können, sind nach wie vor rund drei Viertel aller Haushalte beim Grundversorger. Die Bequemlichkeit siegt. Beim Grundversorger ist automatisch jeder, der selbst nicht aktiv einen anderen Energieversorger sucht.

Wechselt ein Haushalt seinen Versorger, dann wählt er meistens Ökostrom (rund 60 Prozent)*. Entsprechend groß ist die Auswahl. Ein Haushalt in Berlin, Hamburg, Düsseldorf oder München hat heute im Schnitt die Wahl zwischen rund 260 Ökostromtarifen. Hier den Überblick zu bewahren, fällt schwer.

Weiterlesen

Mit Gründern aus dem Stillstand

Experten sehen in Unternehmensgründungen den Treiber der Green Economy / Beispiel Ökoenergieversorger Polarstern

München, 18.01.2012

Gescheiterte Klimagipfel, eine sich ausbreitende Schuldenkrise und Regierungen, die zögern anstatt zu handeln – das sind die Vorzeichen für die Green Economy in diesem Jahr. Gründungsexperten sehen in dieser Entwicklung auch etwas Positives. Die aktuelle Situation spornt junge Unternehmer eher an,  anstatt sie zu bremsen, so ihre Erwartung. Andreas Kuckertz, Lehrstuhl für Innovations- und Gründungsmanagement an der Technischen Universität Dortmund, sieht 2012 große Chancen für Unternehmensgründer: „Sie sind Problemlöser. Die aktuellen Probleme werden genau die Gründer, die wir uns wünschen, nicht abschrecken, sondern dazu anspornen, marktfähige Lösungen zu entwickeln.“ Auch die Erfahrung der letzten Jahre zeigt laut KfW/ ZEW-Gründungspanel: Krisenzeiten setzen Unternehmer nicht verstärkt unter Druck. Vielmehr haben sich Gründungen in Krisenzeiten als innovativer und erfolgreicher erwiesen als Gründungen in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs. Damit aus der Schuldenkrise jedoch keine Gründerkrise erwächst, dürfen staatliche Gründungsförderungen nicht reduziert werden. „Es wäre völlig falsch, die Unterstützung von Neugründungen zurückzufahren. Gerade jetzt braucht die Green Economy Gründer, die dem Markt einen neuen Schwung geben“, sagt Professor Jürgen Schmude, Gründungsforscher an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

 

Neugründungen: Die Retter der Green Economy?

Es sind es vor allem die jungen Unternehmen, die als erste verkrustete Strukturen aufbrechen, neuen Wind in den Markt bringen und Wachstumsimpulse setzen. „Sie ergänzen innovatives Engagement von etablierten Unternehmen und realisieren – wie die Forschung gezeigt hat – oftmals gerade auch solche Konzepte, die von etablierten Unternehmen nicht angegangen oder vernachlässigt werden“, sagt Andreas Kuckertz. Dass neu gegründete Unternehmen Treiber der grünen Wirtschaft sind, sieht auch Professor Schmude: „Sie sind oft Vorreiter, die neue Produkte auf und Ideen in den Markt bringen. Bestehende Unternehmen sind in Zeiten wirtschaftlicher Stagnation tendenziell passiver. Mit Blick auf die Green Economy weist Kuckertz den Gründern eine entscheidende Rolle zu: „Dieser Teilbereich der Wirtschaft ist momentan per se innovativ und es existieren wenige etablierte Geschäftskonzepte, die einfach kopiert werden könnten. Und daher dürfen wir gerade von Unternehmensgründern erwarten, dass sie die Green Economy stark nach vorne treiben werden.“

Neue Impulse für Neugründungen werden auch von der im Juni bevorstehenden Konferenz der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung erwartet, dem so genannten Erdgipfel in Rio de Janeiro. Im Vordergrund stehen die zwei Themen: Green Economy im Kontext nachhaltiger Entwicklung und Armutsbekämpfung sowie institutionelle Rahmenbedingungen nachhaltiger Entwicklung. Ein Scheitern oder Aufschieben weiterer Wachstumsanreize der Green Economy wäre fatal, so die Meinung Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung: Die Green Economy erduldet keinen Aufschub. „Weitere Verzögerungen bezahlen wir mit höheren Risiken.“

 

Neuer Ökoenergieversorger Polarstern bringt Energiemarkt in Bewegung

Gutes Geld verdienen bezieht sich für viele Gründer nicht nur auf rein wirtschaftliche Aspekte der Unternehmung. „Gerade viele Jungunternehmer erkennen, dass sich Ökologie und Ökonomie nicht ‚beißen’. Prinzipiell ist es heute einfacher geworden, Gutes zu tun und damit Geld zu verdienen“, sagt Carsten Wille, Abteilung Gründungsmanagement an der Leuphana Universität Lüneburg. Mit Energie die Welt erhalten ist auch das Credo des neuen unabhängigen Ökoenergieversorgers Polarstern. Das Unternehmen bietet seit letztem Sommer Kunden bundesweit ausschließlich 100 Prozent Ökostrom und 100 Prozent Ökogas. Zertifiziert sind die Produkte vom TÜV Nord und dem Grüner Strom Label. Das Ökogasangebot basiert auf einem neuen Konzept, durch das es bis zu 44 Prozent günstiger ist als vergleichbare Angebote.

Gefördert wurde die Erarbeitung des neuen Ökogasangebots vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und dem Europäischen Sozialfonds. „Die Unterstützung durch das EXIST-Stipendium hat es uns ermöglicht, das erste wettbewerbsfähige 100 Prozent Ökogasprodukt zu entwickeln. Es ist ein Meilenstein im Ökoenergiemarkt, schließlich werden 75 Prozent der Energie in privaten Haushalten beim Heizen verbraucht. Und das erfolgt in drei Viertel der Fälle noch immer mit fossilen Rohstoffen wie Erdöl und Erdgas, weil die bisherigen Biogasangebote einfach zu teuer sind“, erklärt Florian Henle.

Pressemitteilung der Polarstern Energie.

Ökogas macht den Unterschied bei der Energiewende

Pressemitteilung der Polarstern Energie.

87 Prozent des privaten Energieverbrauchs entfällt auf Heizen und Warmwasser, Ökogas im Vergleich zu Ökostrom weit zurück

München, 10.11.2011

Alle reden von Ökostrom, nur wenige von Ökogas. Dabei unterstützen die Verbraucher mit dem Wechsel zu Ökogas aus Reststoffen die Energiewende weitaus stärker als mit dem Umstieg auf Ökostrom. Im privaten Haushalt entfallen rund 87 Prozent des Energiever-brauchs auf das Heizen und auf Warmwasser und nur 13 Prozent auf Elektrogeräte und die Beleuchtung.* Angesichts der Tatsache, dass mehr als drei Viertel aller Heizungen** nach wie vor mit fossilen Rohstoffen wie Erdöl und Erdgas betrieben werden, ist die Energiewende noch weit entfernt, trotz steigender Kundenzahlen beim Ökostrom. „Wer den Ausbau der erneuerbaren Energien beschleunigen will, muss beim Heizen umdenken. Ein bewusstes Heizverhalten und der Wechsel zu Ökogas oder zu alternativen Heiztechniken machen den Unterschied“, gibt Florian Henle, Mitgründer von Polarstern, zu Bedenken.

 

Ökogas ein Spätstarter auf Aufholjagd

3,2 Millionen gegenüber rund 200.000.*** Die aktuellen Kundenzahlen zeigen: Ökogas hat im Vergleich zu Ökostrom viel Wachstumspotenzial. Im letzten Jahr wechselten laut GfK Energy Tracking 4,5 Millionen Haushalte ihren Energieanbieter. Dabei liegt die Wechselaffinität der Verbraucher zu Ökogas noch deutlich hinter der zu Ökostrom. Der Ökogasmarkt ist dem Ökostrommarkt fast zehn Jahre hinterher. Zum einen wurde die Liberalisierung später umgesetzt und zum anderen ist der Markt komplexer. Die Energieversorger sind daher gefordert, neue Produkte zu entwickeln, die dem Anspruch der Kunden an Nachhaltigkeit und Preis entsprechen.

 

Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen

In diesem Jahr wurden laut GET AG viele neue Ökogasprodukte auf den Markt gebracht. Ins-gesamt sollen rund 191 Energieversorger entsprechende Angebote im Portfolio haben. Die Zahl der Bioerdgasanbieter in Deutschland hat sich seit Anfang 2010 sogar mehr als verdoppelt. Der Wettbewerb kommt in Schwung. Für den Verbraucher wächst damit aber auch der Bedarf an Orientierung. Noch fehlen vertrauensvolle Gütesiegel wie im Strommarkt. Wer einen effektiven Beitrag zu Energiewende leisten will, der muss laut Experten folgende Punkte berücksichtigen****:

1)  100 Prozent Ökogas

Weit verbreitet sind aktuell Beimischprodukte, bei denen fünf, zehn oder 20 Prozent Biogas sind und der Rest, das heißt 80 bis 95 Prozent, fossiles Erdgas. Die Höhe der Beimischung ist oft erst auf den zweiten Blick erkennbar. Fachleute empfehlen allgemein Produkte mit möglichst hoher Beimischung, da diese fossile Energieträger zugunsten von erneuerbaren ersetzen. Auch ange-boten werden Klimagasangebote. Sie leisten aber keinen Beitrag zur Energiewende.

2)  Ökogas aus Reststoffen

Zu bevorzugen sind laut Umweltschutzexperten Angebote mit 100 Prozent Ökogas aus Rest-stoffen. Im Sinne einer umfassenden Nachhaltigkeit raten sie beim Gaswechsel, die angebotenen Produkte auf die verwendeten Rohstoffe zu prüfen. Sie sollten keine Monokulturen fördern, nicht die Biodiversität beeinträchtigen und im Fall von nachwachsenden Rohstoffen nicht in Flächenkonkurrenz zur Lebensmittelerzeugung treten.

3) Förderung des Ausbaus der erneuerbaren Energien

Die so genannte Zusätzlichkeit ist ein wichtiges Kriterium, wenn es um den Ausbau der erneuerbaren Energien geht. Gütesiegel wie das Grüner Strom Label machen dies beim Strom für ihre Auszeichnung zur Pflicht. Beim Ökogas muss aktuell der Verbraucher selbst darauf achten, ob beim gewählten Ökogasprodukt ein Teil der Kosten in den Bau neuer Anlagen investiert wird.

4)  Glaubwürdige Zertifizierung

Gütesiegel wie im Strommarkt sind beim Gas noch Mangelware. Sicherheit bei der Herkunft und der Produktion des Biogases geben bisher TÜV-Siegel wie das „geprüfte Bioerdgasprodukt“ von TÜV Nord oder die „Zertifizierung GreenMethane“ von TÜV Süd.

 

Neues 100 Prozent Ökogasangebot aus Reststoffen von Polarstern

Seit diesem Sommer ist mit der Polarstern GmbH ein neuer unabhängiger Ökoenergieversorger am Markt. Das Unternehmen bietet bundesweit ausschließlich 100 Prozent Ökogas und 100 Prozent Ökostrom an. Das 100 Prozent Ökogasangebot aus  Reststoffen ist zu wettbewerbsfähigen Preisen erhältlich. Im Vergleich zu den bisher verfügbaren 100 Prozent Produkten ist Polarstern je Kilowattstunde rund 5,7 Cent oder mindestens 44 Prozent günstiger.

Das Ökogasangebot von Polarstern ist zertifiziert vom TÜV Nord mit dem Label „geprüftes Bioerdgasprodukt“. Gefördert wird mit jeder verbrauchten Kilowattstunde auch der Ausbau erneuerbarer Energien. Dazu fließen 0,25 Cent in den Bau neuer Ökokraftwerke in Deutschland.

 

Quellen

* dena, Energiedaten BMWi

** AG Energiebilanzen e.V., Energieverbrauch in Deutschland, Daten für das 1. Halbjahr 2011, 1.10 Beheizungsstruktur des Wohnungsbestandes

*** Energie & Management, 7. Ökostromumfrage, 2011

**** Expertengespräche mit Martin Hofstetter von Greenpeace, Florian Schöne vom NABU und Andreas Jordan vom Wuppertal Institut