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Weitere Stromanbieter erhöhen die Preise

In dieser Pressemitteilung von Verivox erhalten Sie einen guten Überblick hinsichtlich der anstehenden Preiserhöhungen bei vielen Stromversorgern.

Heidelberg – Jeder fünfte Grundversorger hatte bereits zum Jahreswechsel die Strompreise erhöht. Nun ziehen weitere nach: Für Februar und März haben 27 Anbieter Preiserhöhungen von durchschnittlich 2,8 Prozent angekündigt. Das hat eine Auswertung des unabhängigen Verbraucherportals Verivox ergeben. Für einen Musterhaushalt bedeutet dies jährliche Mehrkosten von 32 Euro.

Preiserhöhungen nur aufgeschoben

Im ersten Quartal 2016 haben damit zusammengenommen knapp 200 Grundversorger ihre Preise um durchschnittlich rund 3 Prozent erhöht – das ist jeder vierte.

Als Grund führen viele Versorger gestiegene staatliche Umlagen ins Feld. So kletterte die Ökostrom-Umlage zum Jahreswechsel auf ein neues Rekordhoch. Gleichzeitig wurden in einigen Regionen Deutschlands die Netznutzungsentgelte für den Transport des Stroms zu den Haushalten zum Teil drastisch erhöht.

Demgegenüber stehen jedoch fallende Beschaffungspreise an den Strombörsen. Diese sind laut Statistischem Bundesamt zwischen Dezember 2014 und Dezember 2015 um rund 11 Prozent gesunken. Vor diesem Hintergrund hatte eine Reihe von Anbietern Ende letzten Jahres angekündigt, die Preise stabil zu halten.

„Nun wird deutlich, dass manche Versorger die Erhöhung der Strompreise nur aufgeschoben, nicht aber aufgehoben haben“, sagt Jan Lengerke, Mitglied der Geschäftsleitung bei Verivox.

Große Preisunterschiede zwischen den Anbietern

Wer jetzt eine Nachricht über eine Preiserhöhung erhält, sollte das starke Preisgefälle zwischen den Anbietern zum Wechsel nutzen. Ein Vierpersonenhaushalt, der aus der Grundversorgung in den besten Tarif mit fairen Bedingungen wechselt, spart bei einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden derzeit durchschnittlich 445 Euro im Jahr. Noch vor fünf Jahren betrug die jährliche Ersparnis nur rund 210 Euro.

In der Regel übernimmt der neue Anbieter die Abmeldung beim bisherigen Versorger. Wer schon einmal gewechselt und einen Vertrag mit längeren Laufzeiten und Kündigungsfristen gewählt hat, sollte im Falle einer Preiserhöhung von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und selbst kündigen.

Warum die Strompreise 2015 kaum sinken

Gerne veröffentlichen wir die folgende Pressemitteilung der ENSTROGA AG.

Berlin, 13. Januar 2015 – Die EEG Umlage 2015 ist erstmals gesunken und auch die Preise an der Strombörse bleiben derzeit stabil. Doch nur wenige Versorger senken im Gegenzug die Preise für die Verbraucher. Martin Münzel, Energieexperte beim Berliner Stromanbieter ENSTROGA AG erklärt, warum das so ist.

Zumeist nur minimale Ersparnisse

Verbraucherschützer und Vergleichsportale wie Verivox oder Check24 stellen fest, dass nur wenige Stromanbieter zum Januar 2015 die Preise für Ihre Kunden gesenkt haben. Und wenn, dann meist auch nur minimal. Die durchschnittliche Ersparnis dürfte für eine vierköpfige Familie nur 30 Euro im Jahr betragen – das ist nicht einmal der Gegenwert einer Familienpizza im Monat. Weiter ist auffällig, das unter den Unternehmen, die die Preise senken, fast nur Grundversorger sind, in der Regel also die regionalen Stadtwerke.

Private Stromanbieter bleiben günstiger

Martin Münzel weiß auch warum: „Die Stadtwerke haben ihr eigenes Preisniveau in den letzten Jahren sehr hoch gehalten und liegen deutlich über den Tarifen, die private Anbieter wie wir schon lange anbieten. Eine Anpassung an die Realität war hier also schon lange mehr als überfällig. Und dennoch liegen die Preise der Grundversorger im Regelfall auch nach dieser Aktion immer noch deutlich über denen der privaten Konkurrenz.“

Strompreis von vielen Faktoren abhängig

Immerhin, stellt Münzel fest, habe kaum ein Versorger die Preise erhöht. Viele haben die Senkung der EEG Umlage weitergegeben, so dass es dann auch zu einer – allerdings auch nur minimalen Senkung – der monatlichen Abschläge komme. Ob es zu einer weiteren Senkung oder in Einzelfällen gar zu einem Anstieg des Abschlags komme, hänge von vielen Faktoren ab. So seien viele Versorger an langfristige Einkaufsverträge gebunden, die von der Entwicklung an der Börse unabhängig seien. Auch die jeweiligen vertraglichen Details seien ausschlaggebend wie auch der vom Kunden gewählte Strommix und natürlich das individuelle Verbrauchsverhalten. Dazu kämen teilweise höhere Netzentgelte sowie steigende Personalkosten. Jedenfalls sei 2015 das erste Jahr, in dem es nicht zu breiten Erhöhungen der Energiepreise für Verbraucher komme.

Sicherheit durch Mindestlaufzeit und Preisgarantie

Grundsätzlich rät Münzel, Stromtarife zu wählen, die eine Mindestlaufzeit von nicht mehr als 12 Monaten haben und währenddessen auch eine Preisgarantie bieten. Bei dem von ENSTROGA angebotenen Tarif komplettstrom.de ist genau dies der Fall.

Rund 90 Prozent aller Grundversorgungstarife in NRW sind nicht klimaneutral

Diese interessante Pressemitteilung von lekker Energie zum Weltumwelttag am 5. Juni veröffentlichen wir gerne!

Heinsberg, 4. Juni 2014 – Nur 14 von insgesamt 113 (Strom-) Grundversorgern in Nordrhein-Westfalen bieten privaten Haushalten auch in der Grund- und Ersatzversorgung einen Stromtarif an, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammt. Das hat der Heinsberger (Strom-) Grundversorger lekker Energie im Mai dieses Jahres überprüft. Im Kreis Heinsberg ist allein der Grundversorgungstarif von lekker Energie kohle- und atomstromfrei.

„lekker Energie hat bereits 2008 alle Tarife für private Haushalte auf 100 Prozent erneuerbare Energien umgestellt“, sagt Simone Deckers, Leiterin Bestandskundenmanagement der lekker Energie. „Wir haben damals entschieden, dass alle Kunden, auch die in der Grundversorgung, von dieser Umstellung profitieren sollen.“

Nach dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) ist derjenige Energielieferant Grundversorger, der in einem bestimmten Netzgebiet die meisten Haushaltskunden mit Strom versorgt. Das EnWG verpflichtet Grundversorger, alle Kunden, auch solche mit schlechter Bonität, mit Elektrizität (oder Gas) zu versorgen.