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Wann verjährt die Stromrechnung?

Immer wieder erreicht uns die Frage, wann die Stromrechnung verjährt.

Grundsätzlich gilt, dass es für die Verjährung der Stromrechnung (wie auch der Gasrechnung) keine gesonderten Verjährungsregelungen gibt.

Für sie gilt die wie bei anderen Forderungen die regelmäßige Verjährung von drei Jahren nach § 195 BGB. Dabei ist aber zu beachten, dass gemäß § 199 Abs. 1 Nr. 1 BGB die Verjährungsfrist mit dem Schluss des Jahres beginnt, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger von den den Anspruch begründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit hätte erlangen müssen.

Das heißt konkret, dass z.B. eine Stromrechnung aus dem Jahr 2013 dann ab dem 01.01.2017 verjährt ist. Das gilt allerdings nicht, wenn die Forderung vorher eingeklagt wurde, z.B. auch per Mahnbescheid, oder Verhandlungen oder ein Schlichtungsverfahren darüber laufen. Diese hemmen die Verjährung.

Strom und Wärme aus dem Heizungskeller: Kraft-Wärme-Koppelung

Es spricht viel für die gekoppelte Erzeugung von Wärme und Strom vor Ort: Kraft-Wärme-Kopplung-Anlagen (KWK) verwenden den eingesetzten Brennstoff „doppelt“. Dadurch sind sie besonders effizient. Zu 90 Prozent wird der eingesetzte Brennstoff in einer dezentralen KWK-Anlage genutzt. Diese hohe Effizienz bedeutet rund 40 Prozent weniger Energieverbrauch und entsprechend niedrige Energiekosten im Vergleich zur konventionellen Strom- und Wärmegewinnung. Zudem leisten KWK-Anlagen einen erheblichen Beitrag zur Senkung von CO2-Emissionen. Ein weiterer Pluspunkt: Strom und Wärme werden dort erzeugt, wo sie gebraucht werden. Leitungsverluste werden vermieden. KWK-Anlagen können mit verschiedenen Brennstoffen betrieben werden, mit Erdgas, Erdöl sowie erneuerbaren Energien.

Wie funktioniert KWK?

Das technische Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung basiert auf der gleichzeitigen Erzeugung von Wärme und mechanischer Energie, also „Kraft“. Ein motorgetriebener Generator wandelt diese Kraft in Strom um. Bei den dezentralen, kleinen Anlagen entkoppelt ein Wärmespeicher die Produktion von Strom und Wärme.

Bislang nutzten in Berlin vor allem die großen, zentralen Heizkraftwerke für die Fernwärmeerzeugung das KWK-Prinzip. In den letzten Jahren sind auch Anlagen für den Platz- und Leistungsbedarf von Ein- und Mehrfamilienhäusern auf den Markt gekommen, die erfolgreich laufen. In umfangreichen Feldtests hatten Hersteller und Energieversorger die Einsatzmöglichkeiten erprobt. Sinnvoll ist der Einsatz der Geräte bei einem Wärmebedarf ab etwa 20.000 kWh pro Jahr.

Viele Förderangebote

Weil KWK die Ressourcen und das Klima schont, hat der Bund durch verschiedene Gesetze und Förderprogramme attraktive Anreize für den Ausbau der dezentralen KWK gesetzt. So wird eingespeister KWK-Strom nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) entlohnt. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gewährt für KWK-Anlagen nach Leistung gestaffelte Zuschüsse. Sehr kleine Anlagen für Ein- und Zweifamilienhäuser mit einer Leistung von 1 kWel erhalten aktuell 1.500 € Zuschuss. Die KfW bietet verschiedene Förderprogramme für die Installation einer KWK-Anlage. Auch einige Energiedienstleister bezuschussen Mikro-KWK-Anlagen, so beispielsweise die Gasag mit 500 €.

KWK-Anlagen von der Gasag

Ganz ohne eigene Investition kommt die KWK-Technologie als „Gasag-Klimakraftwerk“ in den Keller. Gasag-Klimakraftwerke sind Blockheizkraftwerke unterschiedlicher Leistungsklassen, die die Gasag beim Kunden, i.d.R. in Mehrfamilienhäuser installiert und betreibt. Für die Kunden heißt das: Nicht für die Energie und die Anlage, sondern lediglich für die Wärme ist ein Preis zu entrichten. Der selbst produzierte Strom kann als „Hausmacherstrom“ von der Gasag bezogen werden. Durch dieses sogenannte Contracting wird der Einsatz hochinnovativer Technik möglich, ohne dass der Eigentümer selbst investieren muss. Die Gasag bietet auf www.gasag.de einen Online-Check an, mit dem jeder schnell überprüfen kann, ob die KWK-Technologie für seine Immobilie geeignet ist.

KWK-Anlagen sind eine geeignete Technologie, um Energieträger effizienter einzusetzen und gleichzeitig von der Förderung der Bundesregierung zu profitieren.

Dieser Beitrag ist mit freundlicher Unterstützung von Gasag entstanden.

Meine Meinung zum Thema

KWK ist tatsächlich ein Schlüsselelement der Energiewende. Einerseits, da die entstehende Energie eben zu gut 90% genutzt wird und andererseits, da ein dezentralisiertes System zahlreiche Vorteile bietet. Es ist weniger störanfällig, effizienter und entlastet die „Stromtrassen“.

Förderung von nachgerüsteten Solarstromspeichern gesichert

Auch wenn zwischen der Installation der Photovoltaikanlage nach dem 31. Dezember 2012 und dem Einbau des Solarstromspeichers weniger als 6 Monate liegen, greift das Förderprogramm. Bisher wurde die Formulierung des Bundesumweltministeriums (BMU) von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) so interpretiert, dass die 6-Monatsfrist als Voraussetzung für die Förderung gilt.

Wer sich für die Photovoltaikanlage auf dem eigenen Hausdach einen Solarstromspeicher zulegen möchte, erhält seit dem 1. Mai 2013 eine Unterstützung vom Staat. Die Förderhöhe hängt von der Größe der Photovoltaikanlage und den Anschaffungskosten des Solarstromspeichers ab. 30 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst der Staat. Dabei wird unterschieden, ob der Solarstromspeicher gleichzeitig mit einer Photovoltaikanlage installiert oder zu einer bestehenden Photovoltaikanlage mit Errichtungsdatum nach dem 31. Dezember 2012 nachgerüstet wird. Der Fördersatz liegt im ersten Fall bei maximal 600 € pro Kilowatt Solaranlagen-Leistung, im zweiten Fall bei maximal 660 €, da ein höherer Aufwand für den nachträglichen Einbau der Steuerungstechnik angenommen wird.

Die Speicherinstallation gilt jedoch nur dann als Nachrüstung, wenn der Einbau mindestens 6 Monate nach Installation der Photovoltaikanlage erfolgt. Diese Formulierung wurde seitens der KfW bisher so interpretiert, dass die 6-Monatsfrist als Voraussetzung für die Förderung gilt. Nach Rückfrage bei der KfW wurde dem bundesweit tätigen Solarfachbetrieb enerix schriftlich bestätigt, dass es sich nach Aussage des Bundesumweltministeriums jedoch nicht um eine „Ausschlussfrist“ handelt. Die 6-Monatsfrist ist nur maßgeblich, um die gegebenenfalls höhere Förderung in Anspruch zu nehmen. Das bedeutet, dass die Nachrüstung eines Solarstromspeichers vor Ablauf der 6 Monate mit max. 600 Euro pro Kilowatt (kW) und die Nachrüstung eines Solarstromspeichers unter Einhaltung der 6-Monatsfrist mit max. 660 Euro pro Kilowatt gefördert wird.

Aufgrund der ungenauen Formulierung solle in den nächsten Tagen ein aktualisiertes Merkblatt veröffentlich werden, so heißt es seitens der KfW.

„Wir begrüßen, dass auch nachgerüstete Solarstromspeicher gefördert werden – damit machen wir einen wesentlichen Schritt in Richtung dezentrale Energieversorgung. Insbesondere die Speicherung und Nutzung von selbstproduzierten Solarstrom in Wohnhäusern treibt die Energiewende voran.“, so Solarexperte Peter Knuth von enerix. Der Solarfachbetrieb enerix hat sich bereits in den vergangenen Monaten sehr intensiv mit dem Thema Solarstromspeicher beschäftigt und auch erste Solarstromspeicher installiert.

Weitere Informationen zur Förderung von Solarstromspeichern unter: http://enerix.de/solarstromspeicher-foerderung/

(Quelle: Kreditanstalt für Wiederaufbau)

Expertenkontakt:
Peter Knuth

Enerix Alternative
Energietechnik GmbH & Co KG

Prüfeninger Schloss 2a, 93051 Regensburg
0941.2804370