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Die Energiewende in kritischer Betrachtung

Mit Beginn des Reaktor-Unglücks in Fukushima hat die Bundesregierung einen radikalen Umweltkurs in Sachen Energie eingeschlagen. Die Energiewende wird akribisch vorangetrieben. Und zu Beginn waren Politik und Volk sich einig, dass der Abbau von Atom- und Kohlkraft, sowie der Aufbau von regenerativen Energien die richtige Maßnahme ist. Aber in letzter Zeit werden immer mehr kritische Stimmen laut. Siehe auch Artikel unter http://www.photovoltaik.info/kritische-betrachtung-der-neuen-plaene-zur-energiewende/.

Wie äußert sich die Kritik der Beteiligten?

Die Energiewende muss von unterschiedlichen Gruppen kritisch betrachtet werden, damit sie erfolgreich durchgeführt werden kann. Wenn die Ziele und die Umsetzung der Ziele jedoch im Widerspruch zueinander stehen, ist ein Erfolg nicht möglich. Welche Kritik bringen die beteiligten Gruppen aber vor?

  • Bürger – Die Bürger wollen einerseits umweltfreundliche Energie zur Verfügung haben. Sie stehen hinter der regenerativen Stromerzeugung und sind gegen Atom- und Kohlekraft. Siehe hier: http://www.stromvergleich-kostenlos.org/blog/deutsche-bundesburger-kummern-sich-selbst-um-energiewende/. Aber die Energie soll doch bitte bezahlbar bleiben. Da die Atomkraft allgemeinhin als die günstigste Energiequelle gilt, scheinen die Ziele der Bürger beide schon mal nicht umsetzbar.
  • Politiker – In der Politik herrscht Uneinigkeit bei der Richtung der Energiewende. Bringt Sigmar Gabriel einen Plan für die Reform der Energiewende heraus, melden sich Politiker aus fremden und sogar dem eigenen Lager und bezeichnen diese beispielsweise als „volkswirtschaftlich unsinnig“, wie Torsten Albig (Ministerpräsident Schleswig-Holstein) dies getan hat. Es gibt eindeutig einen Konflikt zwischen der Art und Höhe der Förderung. Hier müssen Anpassungen erfolgen. Diese sollten die Energiewende im besten Fall nicht ausbremsen und müssen die Bürger und Politiker gleichermaßen zufriedenstellen. Aber ist dies überhaupt möglich?
  • Energiekonzerne– Die Macht der Energiekonzerne auf die Politik ist groß. Entscheidungen können nicht absolut an deren Nase vorbei getroffen werden. Weiterhin hängen auch viele Arbeitsplätze, von denen bereits welche abgebaut werden, an der Energiepolitik. Die Energiewende arbeitet in weiten Teilen gegen die Energiekonzerne, so dass diese Druck auf die Politik ausüben. Auch hier können nicht sämtliche Beteiligte zufriedengestellt werden!

Strom und Wärme aus dem Heizungskeller: Kraft-Wärme-Koppelung

Es spricht viel für die gekoppelte Erzeugung von Wärme und Strom vor Ort: Kraft-Wärme-Kopplung-Anlagen (KWK) verwenden den eingesetzten Brennstoff „doppelt“. Dadurch sind sie besonders effizient. Zu 90 Prozent wird der eingesetzte Brennstoff in einer dezentralen KWK-Anlage genutzt. Diese hohe Effizienz bedeutet rund 40 Prozent weniger Energieverbrauch und entsprechend niedrige Energiekosten im Vergleich zur konventionellen Strom- und Wärmegewinnung. Zudem leisten KWK-Anlagen einen erheblichen Beitrag zur Senkung von CO2-Emissionen. Ein weiterer Pluspunkt: Strom und Wärme werden dort erzeugt, wo sie gebraucht werden. Leitungsverluste werden vermieden. KWK-Anlagen können mit verschiedenen Brennstoffen betrieben werden, mit Erdgas, Erdöl sowie erneuerbaren Energien.

Wie funktioniert KWK?

Das technische Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung basiert auf der gleichzeitigen Erzeugung von Wärme und mechanischer Energie, also „Kraft“. Ein motorgetriebener Generator wandelt diese Kraft in Strom um. Bei den dezentralen, kleinen Anlagen entkoppelt ein Wärmespeicher die Produktion von Strom und Wärme.

Bislang nutzten in Berlin vor allem die großen, zentralen Heizkraftwerke für die Fernwärmeerzeugung das KWK-Prinzip. In den letzten Jahren sind auch Anlagen für den Platz- und Leistungsbedarf von Ein- und Mehrfamilienhäusern auf den Markt gekommen, die erfolgreich laufen. In umfangreichen Feldtests hatten Hersteller und Energieversorger die Einsatzmöglichkeiten erprobt. Sinnvoll ist der Einsatz der Geräte bei einem Wärmebedarf ab etwa 20.000 kWh pro Jahr.

Viele Förderangebote

Weil KWK die Ressourcen und das Klima schont, hat der Bund durch verschiedene Gesetze und Förderprogramme attraktive Anreize für den Ausbau der dezentralen KWK gesetzt. So wird eingespeister KWK-Strom nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) entlohnt. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gewährt für KWK-Anlagen nach Leistung gestaffelte Zuschüsse. Sehr kleine Anlagen für Ein- und Zweifamilienhäuser mit einer Leistung von 1 kWel erhalten aktuell 1.500 € Zuschuss. Die KfW bietet verschiedene Förderprogramme für die Installation einer KWK-Anlage. Auch einige Energiedienstleister bezuschussen Mikro-KWK-Anlagen, so beispielsweise die Gasag mit 500 €.

KWK-Anlagen von der Gasag

Ganz ohne eigene Investition kommt die KWK-Technologie als „Gasag-Klimakraftwerk“ in den Keller. Gasag-Klimakraftwerke sind Blockheizkraftwerke unterschiedlicher Leistungsklassen, die die Gasag beim Kunden, i.d.R. in Mehrfamilienhäuser installiert und betreibt. Für die Kunden heißt das: Nicht für die Energie und die Anlage, sondern lediglich für die Wärme ist ein Preis zu entrichten. Der selbst produzierte Strom kann als „Hausmacherstrom“ von der Gasag bezogen werden. Durch dieses sogenannte Contracting wird der Einsatz hochinnovativer Technik möglich, ohne dass der Eigentümer selbst investieren muss. Die Gasag bietet auf www.gasag.de einen Online-Check an, mit dem jeder schnell überprüfen kann, ob die KWK-Technologie für seine Immobilie geeignet ist.

KWK-Anlagen sind eine geeignete Technologie, um Energieträger effizienter einzusetzen und gleichzeitig von der Förderung der Bundesregierung zu profitieren.

Dieser Beitrag ist mit freundlicher Unterstützung von Gasag entstanden.

Meine Meinung zum Thema

KWK ist tatsächlich ein Schlüsselelement der Energiewende. Einerseits, da die entstehende Energie eben zu gut 90% genutzt wird und andererseits, da ein dezentralisiertes System zahlreiche Vorteile bietet. Es ist weniger störanfällig, effizienter und entlastet die „Stromtrassen“.

Lohnt sich Solarenergie überhaupt noch?

Solarenergie galt über einen großen Zeitraum als aufstrebende Branche. Jetzt muss sich jedoch bald die Frage stelle, ob sich die Anschaffung von Photovoltaik überhaupt noch lohnt? Die Energieerzeugung war zur Sommersonnenwende auf einem Höchstwert und nie zuvor wurde so viel Strom über Photovoltaik erzeugt. Dies hört sich alles sehr gut an. Aber tatsächlich kann Deutschland auf die gewöhnlichen Kraftwerke dennoch nicht verzichten. Es droht ein Stromüberschuss.

Warum herkömmliche Kraftwerke unverzichtbar sind

Am 16. Juni 2012 wurden 60 Prozent der Energie von Solar- und Windkraftanlagen geliefert. Zwei Drittel davon ist ausschließlich auf Photovoltaik zurückzuführen. Ein positiver Trend, dessen Fortsetzung zweifelhaft ist. Denn auch wenn im Sommer an schönen Tagen solche Werte erreicht werden können, so sieht dies in den Wintermonaten ganz anders aus. Hier gibt es gut und gerne 8 Sonnenstunden weniger. Die Einstrahlung verläuft ebenfalls nicht immer optimal. Auch im Herbst und im Frühling gibt es Zeiten, wo eine dichte Bewölkung das Sonnenlicht aussperrt.

Die gewöhnlichen Kraftwerke müssen diese Lücke schließen. Wenn die Sonnenenergie nicht liefert und auch die Windkraftwerke keinen Antrieb haben, so gilt es beispielsweise für die Kohle dafür zu sorgen, dass die deutschen Haushalte mit Strom versorgt werden. Hört sich so weit alles ganz einfach an. Aber was passiert eigentlich im Sommer, an den schönsten Tagen? Photovoltaik und Windenergie liefern auf Hochtouren. Was passiert mit der herkömmlichen Energie?

Wird im Sommer schon zu viel Energie erzeugt?

Der Trend Photovoltaik hat seinen Höhepunkt noch nicht erreicht. Hier sind sich viele Experten sicher. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass sich der Aufbau einer Solaranlage noch immer lohnt. Auch für die Umwelt bedeutet es einen Fortschritt. Im Sommer wird jedoch Solar-, Wind- und herkömmliche Energie geliefert. Und plötzlich gibt es Zeiten, an denen zu viel Strom vorhanden ist. Schon 2014 könnten Zeiten erreicht werden, an denen die Versorgung zu 100 Prozent mit Ökostrom sichergestellt wird.  Aber wohin mit dem gewöhnlichen Strom?

Anderen Ländern ist dieses Problem bekannt. Bei einem Verkauf wäre die Folge, dass die Energie sehr günstig abgegeben werden müsste. Vielleicht würde sogar draufgezahlt werden. Kohle- und Atomkraftwerke sind nach wie vor unersetzlich, da sie die Zeiten auffangen, wo Ökostrom nicht in ausreichender Menge verfügbar ist. Wenn Anlagenbetreiber ihren Betrieb zeitweise einstellen müssen, haben sie Anspruch auf eine Entschädigung.

Eine Möglichkeit wäre die Umwandlung des überschüssigen Stroms in Heizungswärme oder Gas (wie dieses Gerät). Es wird ein Energie-Projekt benötigt, welches bei Bedarf an- und später wieder abgeschaltet werden kann. Dieses könnte die Stromspitzen einer sinnvollen Verwendung zuführen.