Vor- und Nachteile bei Pakettarifen

Einige Energieversorger bieten Pakettarife an. Bei solchen Tarifen kauft der Verbraucher eine bestimmte Menge von Kilowattstunden für einen Festpreis, meist für den Zeitraum von einem Jahr, ein. Dieser Jahresbetrag muss überwiegend im Voraus, bevor Strom geliefert wird, an den Stromanbieter gezahlt werden. Solche Pakettarife bieten oft so genannte Stromdiscounter an.

Ein Vorteil des Pakettarifes für die Verbraucher ist zum einen, dass der Arbeitspreis pro Kilowattstunde und der Grundpreis pro Jahr niedriger liegen als bei anderen Tarifen. Da die Energieversorger hier den Verbrauch genau einschätzen können, sind die Preise günstiger. Demnach hat man ein großes Sparpotential. Zum anderen wird dem Verbraucher eine Preisgarantie gewährt. Mit anderen Worten, von der Erhöhung der Strompreise ist der Kunde dann nicht betroffen, da der Paketpreis für die Laufzeit des Vertrages fest bleibt.

Natürlich haben die Energieanbieter auch Vorteile durch den Vertrieb von Pakettarifen. Durch die Vorauszahlung des Jahresbetrags besteht kein Risiko des Zahlungsausfalls. Somit ist keine Bonitätsprüfung notwendig. Weiterhin ist der Mahn- und Inkassoaufwand niedriger und der Stromanbieter hat Geld auf dem Konto, womit er arbeiten kann (positiver Cash-Flow-Effekt). Demzufolge kann der Energielieferant so viel Strom einkaufen wie viel der Kunde benötigt und reduziert damit seine Kapitalkosten. Dadurch entsteht ein Vorteil nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für die Verbraucher, denn durch das Absenken der Kapitalkosten hat das Unternehmen eine stabile Finanzlage und kann den Kunden sicher mit Strom versorgen.

Allerdings entstehen bei solchen Pakettarifen auch Nachteile. Verbraucht man weniger Kilowattstunden als im Pakettarif eingekauft, werden diese nicht zurückerstattet, da ja eine feste Menge gekauft wurde. Doch wenn mehr Kilowattstunden verbraucht werden, als abgenommen, so wird ein höherer Betrag pro Kilowattstunde berechnet. Meist liegt der Preis zwischen 30 Cent – 40 Cent. Dadurch bekommt man eine hohe Nachzahlung am Ende des Lieferjahres. Zusätzlich sollte man bei dem Abschluss von Pakettarifen auf die finanzielle Situation des Stromanbieters achten, um zu vermeiden, dass man das vorausbezahlte Geld nicht zurück bekommt, sollte dieser in der Lieferzeit insolvent gehen.

Durchaus verlangen nicht alle Stromanbieter Jahresvorauszahlungen, diese können Sie z.B. bei Verivox finden. Bei diesen Energielieferanten kann man Pakettarife buchen und diese mit einem monatlichen Abschlag begleichen. Somit hat der Verbraucher die Sicherheit, dass falls der Stromversorger in der Lieferzeit Insolvenz anmelden sollte, nur ein Monatsbeitrag verloren gehen könnte und nicht die gesamte Jahresgebühr.

Die Pakettarife sind für Haushalte mit einem Stromverbrauch, der sich in einem gewissen Rahmen befindet, empfehlenswert. Dazu sollte man sich die Stromabschlussrechnungen der letzten 2-3 Jahre anschauen. Wenn der Stromverbrauch um nicht mehr als 10% variiert und man davon ausgeht, dass es in der Zukunft auch so bleibt, so steht dem Abschluss eines Pakettarifes nichts im Wege.

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